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Transferticker: Zu teuer? Auba bleibt offenbar beim BVB

  • Zu teuer? Aubameyang bleibt offenbar beim BVB (13.19 Uhr)
  • Fix! Schalke leiht Coke aus (11.30 Uhr)
  • United sucht Ibrahimovic-Ersatz (11.10 Uhr)
  • Neymar soll auf Real-Wechsel pochen (Fr., 19.28 Uhr)

+++ 13.19 Uhr: Aubameyang bleibt offenbar in Dortmund +++

Trotz anhaltender Wechselgerüchte wird Pierre-Emerick Aubameyang wohl bei Borussia Dortmund bleiben. Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung ist ein Wechsel erst einmal vom Tisch.

Der Grund: Es gibt keine Interessenten, die sich die Ablöse (nicht unter 80 Millionen) und das ambitionierte Gehalt des Gabuners leisten können. In Dortmund soll Aubameyang inzwischen an die zehn Millionen im Jahr verdienen.

Damit gibt es nur ein paar Klubs, die infrage kämen. Doch die scheinen den 29-Jährigen abgesehen von seinem Torriecher für nicht vielseitig genug zu halten.

Somit bleibt Aubameyang, der eigentlich schon am liebsten im Sommer gewechselt wäre, wohl nur ein Verbleib in Dortmund. Laut der SZ wird sogar schon gemunkelt, dass der Stürmer seinen bis 2020 datierten Vertrag sogar noch verlängern könnte.

Zumindest scheint sich der Gabuner nach dem Abgang von Peter Bosz und der Verfplichtung von Peter Stöger als Trainer wieder wohler zu fühlen. Und ein gut gelaunter Aubameyang kann Gold wert sein.

+++ 12.11 Uhr: Chelsea plant Spielertausch für Lemar +++

Auch der FC Chelsea ist hinter Monaco-Star Thomas Lemar her und plant, wie der Daily Mirror berichtet, die AS Monaco von einem Spielertausch zu überzeugen. Als Beigabe zur Ablösesumme soll der belgische Stürmer Michy Batshuayi dienen.

Der 24-Jährige hat es bislang nicht geschafft sich an der Stamford Bridge durchzusetzen und ist einem Wechsel vermutlich nicht abgeneigt.

Auch Arsenal, Liverpool und Barcelona sind an Lemar interessiert. Vermutlich wird ein Transfer im nächsten Sommer über die Bühne gehen.

+++ 11.30 Uhr: Fix! Schalke leiht Coke aus +++

Bundesligist Schalke 04 leiht Rechtsverteidiger Coke an den spanischen Erstligisten UD Levante aus.

Die Königsblauen gaben am Samstag bekannt, dass der Spanier bis zum Saisonende beim Tabellen-15. der Primera Division Spielpraxis sammeln soll. Der 30-Jährige besitzt auf Schalke noch einen Vertrag bis zum 30. Juni 2019.

Coke war im August 2016 vom Europa-League-Sieger FC Sevilla zu den Knappen gewechselt. In seinem ersten Testspieleinsatz gegen den FC Bologna am 4. August 2016 zog sich der Spanier eine schwere Kreuzbandverletzung zu, die ihn zu einer mehrmonatigen Pause zwang.

Seine Pflichtspiel-Premiere feierte er im Derby gegen Borussia Dortmund im April 2017. Insgesamt kam Coke bisher nur auf neun Bundesligaspiele (1 Tor) und einen Einsatz im DFB-Pokal. Unter dem neuen Trainer Domenico Tedesco kam er in der laufenden Saison bislang nur zu einem Kurzeinsatz.

Die bestimmenden beiden Schalker Personalien stehen derweil kurz vor der Entscheidung. In der Winterpause soll sich entscheiden, ob die am Saisonende auslaufenden Verträge von Nationalspieler Leon Goretzka und Mittelfeldstratege Max Meyer verlängert werden.

+++ 11.10 Uhr: Nicht mehr der Alte? United sucht Ibrahimovic-Ersatz +++

Bereits sieben Monate nach seinem Kreuzbandriss gab Zlatan Ibrahimovic für Manchester United sein Comeback im Spiel gegen Newcastle. Ein Wunder? "Löwen erholen sich anders als Menschen", sagte der ManUnited-Star damals.

Nun sieht es so aus, als sei dieses Comeback zu früh gewesen, denn den Schweden plagen immer noch Knie-Probleme. Insgesamt stand er seit dem 18. November bei fünf Joker-Einsätzen nur 73 Minuten in der Premier League und Champions League auf dem Platz. Ein Tor gelang ihm dabei nicht.

Nach Informationen der Sun glaubt ManUnited, dass Ibrahimovic nie mehr der Alte sein wird. In der vergangenen Saison glänzte der 36-Jährige noch mit 28 Treffern in 46 Spielen als Top-Torjäger.

AUch Trainer Jose Mourinho nahm ihn zuletzt zwei Mal aus dem Trainingsbetrieb, damit er individuell an seiner Fitness und insbesondere an seinem Knie arbeiten konnte.

Nun lautet die große Frage: Wer soll den Stürmer ersetzen, während er sich erholt?

Da auch Romelu Lukaku sich zurzeit in einem Formtief befindet, will sich Mourinho laut der Sun auf dem Winter-Transfermarkt umschauen. Ein neuer Stürmer könnte somit bereits im Januar geholt werden.

+++ 10.28 Uhr: Maradona rät Real: Bale verkaufen - Mbappe holen +++

Wieder einmal hat Diego Maradona eine klare Meinung: Wenn es nach der argentinischen Legende geht, sollte Real MadridGareth Bale zum Nulltarif abgeben und sich stattdessen um Kylian Mbappe von Paris Saint-Germain bemühen.

Im Interview mit der spanischen Sportzeitung AS sagte Maradona: "Ganz ehrlich, Florentino (Perez, Reals Präsident, Anm. d. Red) sollte Bale verkaufen oder sogar verschenken."

Als Nachfolger für den häufig verletzten Bale rät Maradona Real zu Mbappe, von dem der 57-Jährige regelrecht schwärmt. "Ich finde, dass Madrid Mbappe kaufen muss", stellte Maradona klar.

Und weiter: "Für mich ist der Junge der neue Stern am Fußballhimmel. Er kann viele große Spieler übertreffen."

Bleibt abzuwarten, ob Reals Präsident Perez das genauso sieht.

Freitag, 15. Dezember:

+++ 19.28 Uhr: Neymar soll auf Real-Wechsel pochen +++

Erst im vergangenen Sommer wechselte Stürmer-Star Neymar für 222 Millionen Euro vom FC Barcelona zu Paris Saint-Germain.

Doch nun soll der Brasilianer auf einen Wechsel zu Real Madrid pochen.  

Wie Ignacio Martinez, Journalist der spanischen Zeitung AS, in der TV-Sendung El Chiringuito erklärte, bereue Neymar seinen Wechsel nach Paris, "obwohl er mit seinem Gehalt zufrieden ist."

"Es ist die Wahrheit: Neymar will im Juni zu Real Madrid. Das hat er seinen Freunden und seinem Vater, der den Deal vorbereiten soll, erzählt. Er will nicht noch ein Jahr in Paris bleiben", so Martinez weiter.

Schon länger gibt es Gerüchte, dass Neymar in Paris nicht glücklich sei. Sowohl mit einigen Teamkollegen, als auch mit Trainer Unai Emery soll der Brasilianer nicht zurechtkommen. Auch die Qualität der Ligue 1 überzeuge den Superstar offenbar nicht.  Doch sportlich weiß der 25-Jährige zu überzeugen und hat in 18 Einsätzen 15 Treffer erzielt.

Bereits im Achtelfinale der Champions League kommt es zum ersten Duell zwischen Paris Saint-Germain und Real Madrid.

+++ 15.59 Uhr: Noch ein Franzose als Robben-Nachfolger? +++

Der FC Bayern treibt die Planungen für die Zeit nach Arjen Robben und Franck Ribery weiter voran. Angeblich ist der Rekordmeister auf der Suche nach einem adäquaten Nachfolger auf einen französischen Nationalspieler aufmerksam geworden.

Wie L'Equipe berichtet, sind die Münchner an Florian Thauvin interessiert. Der offensive Rechtsaußen überzeugt in der laufenden Saison mit starken Leistungen im Trikot von Olympique Marseille. Der 24 Jahre alte Linksfuß besitzt beim Ligue-1-Klub einen Vertrag bis 2021.

Die Kontrakte von Robben und Ribery laufen im Sommer 2018 aus. Mit Kingsley Coman hat der FC Bayern bereits einen jungen Franzosen auf der Außenposition.

Bei Thauvin erwartet die Roten jedoch starke Konkurrenz. Dem Bericht zu Folge ist auch Atletico Madrid an dem zweimaligen Nationalspieler dran.

+++ 15.43 Uhr: Coke vor Wechsel zu Levante +++

Die Rückkehr von Coke nach Spanien nimmt konkrete Formen an. Nach Informationen von El Mundo Deportivo befindet sich der Außenverteidiger des FC Schalke 04 in Valencia, um den Medizincheck beim La-Liga-Verein UD Levante zu absolvieren.

Coke hatte von den Königsblauen die Freigabe für einen Wechsel im Winter erhalten. Seit seiner schweren Verletzung kurz nach der Verpflichtung in der letzten Saison kam er in der Bundesliga kaum zum Einsatz.

+++ 15.24 Uhr: Wenger träumt von Özil-Verbleib +++

Die Verträge von Alexis Sanchez und Mesut Özil beim FC Arsenal laufen im kommenden Sommer aus. Der Poker um die Zukunft der beiden Stars läuft schon seit längerer Zeit.

Trainer Arsene Wenger wird nicht müde, seine Hoffnungen auf einen Verbleib der beiden auszudrücken. "Meine Vision und mein Wunsch sind, dass sie bleiben", sagte der Franzose.

Wenger fügte in Bezug auf Özil, bei dem sogar ein Wechsel im Winter nicht gänzlich ausgeschlossen ist, hinzu: "Ich bin mir sicher, dass er den Rest der Saison bleibt und der Rest ist offen."

+++ 10.47 Uhr: Kommt Sanches im Winter zurück? Das sagt Heynckes +++

Das portugiesische Internet-Portal Maisfutebol berichtet, dass sich der FC Bayern und Swansea City darüber geeinigt haben, dass Renato Sanches bereits im Winter zurückkehren soll.

Eigentlich ist der Europameister aus Portugal bis Saisonende an den Premier-League-Klub ausgeliehen. Doch Sanches kommt auch dort nicht mehr zu regelmäßigen Einsätzen, wurde zuletzt sogar von Trainer Paul Clement kritisiert.

Bayern-Trainer Jupp Heynckes hat sich am Freitag auf der Pressekonferenz zu der Meldung geäußert. "Ich habe in den letzten Wochen mit Hasan Salihamidzic geredet, dass man sich um die Ausleihspieler kümmern muss. Es wurde aber nicht darüber gesprochen, ihn wieder zurückzuholen. Wir sind im Mittelfeld sehr gut bestückt", sagte Heynckes.

Sanches hätte angesichts der geballten Mittelfeldpower mit Thiago, Arturo Vidal, Sebastian Rudy, Corentin Tolisso und Javi Martinez kaum Chancen, auf Einsätze zu kommen. Aus diesem Grund hatte Bayern ihn im Sommer verliehen.

+++ 9.26 Uhr: Barca hat bei Griezmann die Nase vorne +++

Manchester United hat im vergangenen Sommer alles versucht, um den Transfer von Antoine Griezmann einzutüten. Doch der Deal scheiterte. 

Die Red Devils sind nach wie vor an einer Verpflichtung des französischen Superstars von Atletico Madrid interessiert. Angeblich sind sie jedoch nicht in der Pole Position.

Wie der Independent meldet, ist der FC Barcelona im Rennen um den Offensivmann "sehr weit voraus". Nach dem Abgang von Neymar zu Paris Saint-Germain wollen die Katalanen ihre Angriffsreihe wieder verstärken.

Darüber hinaus berichtet die Marca, dass Barca auch auf zwei niederländische Abwehrspieler ein Auge geworfen haben soll. Demnach gehören Stefan de Vrij von Lazio Rom und Daley Blind zu den Transfer-Kandidaten.

+++ 9.05 Uhr: HSV und Eintracht an Taider dran +++

Ein Mittelfeldspieler des FC Bologna könnte schon ab der Rückrunde in der Bundesliga auflaufen. Einer Meldung der französischen Zeitung L'Equipe zu Folge sind der Hamburger SV und Eintracht Frankfurt an einer Verpflichtung von Saphir Taider interessiert.

Demnach sollen bereits Verhandlungen im Gange sein, nachdem sich Bologna und der 25-Jährige nicht über eine Verlängerung des im Sommer 2019 auslaufenden Vertrags einig geworden sind. Der algerische Nationalspieler soll jedoch auch bei Fenerbahce und Basaksehir auf der Liste stehen.

+++ 8.52 Uhr: Revierklubs heiß auf Uth +++

Mark Uth macht immer mehr Vereine auf sich aufmerksam. Nach dem FC Schalke 04 sollen nun auch zwei weitere Bundesliga-Klubs am Angreifer der TSG Hoffenheim interessiert sein.

Wie die Fussball Bild meldet, sind Borussia Mönchengladbach und Borussia Dortmund heiß auf den 26-Jährigen. "Gute Spieler in der Bundesliga sind immer interessant für uns. Aber manchmal ist es auch nicht machbar", sagte Gladbachs Manager Max Eberl der Zeitung.

Uths Vertrag in Hoffenheim läuft im kommenden Sommer aus. In der laufenden Saison ist er mit acht Treffern bester Torschütze seines Teams.

Gladbach hat neben Uth noch einen weiteren potenziellen Neuzugang auf dem Zettel. Die Fohlen führen laut dem Bericht Gespräche mit West Ham United über eine feste Verpflichtung des ausgeliehenen 18 Jahre alten Abwehrspielers Reece Oxford.

+++ 8.33 Uhr: Mkhitaryan soll weg - für Özil? +++

Henrikh Mkhitaryans Standing unter Jose Mourinho hat gelitten. Für den ehemaligen Dortmunder ist in der Mannschaft von Manchester United derzeit kein Platz.

Der offensive Mittelfeldspieler soll nun offenbar sogar von der Gehaltsliste gestrichen werden - um Geld für einen Neuzugang locker zu machen: Mesut Özil. Diesen Plan haben die Red Devils laut einem Bericht des Mirror.

Özil wäre im kommenden Sommer zwar ablösefrei zu haben - sein Vertrag beim FC Arsenal läuft aus - die Gehaltsvorstellungen des deutschen Nationalspielers sind jedoch angeblich sehr hoch.

Am Mittwoch hatte es in England Berichte gegeben, Özil soll einen Transfer zum ManUnited einem Wechsel zum FC Barcelona vorziehen wollen.

Laut Daily Mail soll hingegen Chelseas Willian Mkhitaryan bei Manchester ersetzen.

Donnerstag, 14. Dezember:

+++ 17.13 Uhr: Ito erhält Profivertrag +++

Bundesligist Hamburger SV hat in Tatsuya Ito ein weiteres Talent langfristig an sich gebunden.

Der 20-jährige Japaner unterschrieb bei den Norddeutschen einen Profivertrag und verlängerte zudem bis 2021.

"Tatsuya hat in dieser Saison eine großartige Entwicklung hingelegt und seine Qualitäten in der Bundesliga eindrucksvoll unter Beweis stellen können", sagte HSV-Sportchef Jens Todt: "Mit seiner frischen und unbekümmerten Art bringt er einen Schuss Unberechenbarkeit in unser Spiel."

Ito war vor zwei Jahren vom japanischen Klub Kashiwa Reysol in die Nachwuchsabteilung des HSV gewechselt. In der laufenden Saison gab der Offensivspieler sein Bundesliga-Debüt und brachte es auf neun Einsätze. Zuvor hatte der HSV bereits mit den Nachwuchshoffnungen Tobias Knost und Patric Pfeiffer verlängert.

+++ 16.38 Uhr: Real-Rückkehr? Das sagt James +++

James Rodriguez ist bis 2019 von Real Madrid an den FC Bayern ausgeliehen. Wie geht es danach für den Mittelfeld-Star weiter?

"Ich weiß es nicht. Jetzt denke ich nur an mein Team für die nächsten zwei Jahre und das ist Bayern München", sagte James dem kolumbianischen TV-Sender Caracol.

Allerdings betonte der Linksfuß, "noch gute Kollegen und Freunde" in Madrid zu haben und Real "immer zuzusehen, wenn ich kann".

Grundsätzlich sei er aber "sehr glücklich" beim deutschen Rekordmeister. "Alles ist gut. Es läuft momentan auch sehr gut für mich", sagte der Torschützenkönig der WM 2014.

Nachdem James im Oktober noch wegen des Abschieds seines Förderers Carlo Ancelotti um seine Einsatzzeiten gefürchtet hatte, avancierte er unter dessen Nachfolger Jupp Heynckes prompt zum Stammspieler.

"Es tut gut und ist eine große Freude, nach so langer Zeit wieder häufiger von Beginn an zu spielen", gab der 26-Jährige zu verstehen.

Heynckes setzte den Offensiv-Allrounder in seinem 4-2-3-1 zuletzt überwiegend als Zehner hinter den Spitzen ein. "Auf dieser Position", findet James, "kommen meine Stärken besser zur Geltung."

+++ 15.55 Uhr: VfB heiß auf Besiktas-Knipser +++

Bundesligist VfB Stuttgart streckt offenbar seine Fühler nach dem türkischen Nationalstürmer Cenk Tosun von Besiktas Istanbul aus. Das vermeldet der kicker.

Für den in Wetzlar geborene und bei Eintracht Frankfurt ausgebildeten Tosun wollen die Schwaben demnach rund zehn Millionen Euro bieten. Allerdings läuft dessen Vertrag am Bosporus noch bis 2019. Und Besiktas Vize-Boss Deniz Atalay gab zuletzt eindeutig zu verstehen: "Wenn Sie mich fragen, ist Cenk 100 Millionen Euro wert. Er hat eine große Zukunft vor sich."

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Die Geschichte

In einer Zeit in der, der Fußballsport in Deutschland in der Öffentlichkeit noch nicht wohl gelitten war, da er als zu roh und brutal galt, brachten am 27. September, einem Sonntag im Jahre 1908, trotz alledem 12 Fußballbegeisterte in Brand den Mut auf einen Fußballverein zu gründen, den sie auf den Namen Urania tauften, ein Wort, das ins Deutsche übersetzt "die Himmlische" bedeutet. Himmlisch fühlten sich die Fußball-Pioniere der Brander Urania in ihren Anfängertagen aber gar nicht, denn die massiven Anfeindungen der breiten Öffentlichkeit gegenüber ihrer Sportart waren überall deutlich zu spüren, obwohl im Jahre 1908 der Fußballsport in Deutschland bereits seit einigen Jahren institutionalisiert war. So wurde nach der Gründung des Deutschen Fußball-Bundes im Jahre 1900 drei Jahre später bereits das erste Endspiel um die Deutsche Fußballmeisterschaft ausgetragen, das vom VfB Leipzig gewonnen wurde. Im Jahr der Gründung der Brander Urania folgten dann auch bereits die ersten Spiele einer deutschen Auswahlmannschaft, die gegen die Ländermannschaften der Schweiz, England und Österreich zwar alle verloren gingen. Der wachsenden Fußballbegeisterung tat dies keinen Abbruch.

In Brand war dieser Aufschwung indes noch nicht zu verspüren. Anders ist es nicht zu verstehen, dass einige der fußballkickenden Urania-Spieler aus dem katholischen Jünglingsverein ausgeschlossen wurden, weil sie bei der Ausübung ihres Sportes mit unbedeckten Beinen, also mit kurzen Hosen, angetreten waren. Diese Erfahrung war sicherlich mit ein Grund für die Brander Fußball-Pioniere, ihre Aktivitäten zunächst einmal mehr auf den Wandersport zu verlegen, eine Einsicht, die ein wenig Ruhe, aber auch zusätzlich neue Mitglieder einbrachte. Vom Fußball kamen die Vereinsgründer dennoch nicht los. Bereits ein Jahr nach der Gründung des Vereins, wagten sich Spieler wieder mit dem runden Leder in die Öffentlichkeit. Gleichzeitig erfolgte die Änderung der Vereinsbezeichnung: aus der Urania wurde die Borussia, wodurch dem preußischen Staat, zu dem die Gemeinde Brand damals gehörte, gegenüber die Verbundenheit des Vereins, auch nach außen hin, dokumentiert werden sollte. Den preußischen Leitbildern gerecht zu werden, war fortan ein Anspruch und Ziel der Borussia, die ihr erstes Spiel gegen eine Mannschaft der Ballfreunde Rothe Erde auf einem Sportplatz, der Teil der Brander Heide war, mit 2: 1 gewinnen konnte.

Ein erfolgreicher Auftakt der Borussia, für die an diesem Tag folgende Mannschaft aufgeboten war:

Jakob Drue, Wilhelm Alt, Michael Etschenberg, Jakob Hennecken, Wilhelm Liebreich, Edgar Kessel, Peter Alt, Arnold Giesen, Johann Rumbach, Wilhelm Decker, Ewald Liebreich.

In dieser ersten Begegnung spielte die Mannschaft in schwarzer Hose und einem weißen Trikot, das auf der linken Seite mit einem Adler versehen war.

Der Erfolg beflügelte zwangsläufig die Aktivitäten der Bander Borussia, deren Verantwortliche die Mannschaft auch dem Westdeutschen Spielverband meldeten, um den Aktiven auch die Teilnahme an dem offiziellen Wettspielbetrieb zu ermöglichen. Die Finanzen des Vereins machten diesem Vorhaben jedoch schnell wieder ein Ende. Die Vereinskasse war einfach nicht in der Lage, die Kosten für die Reisen zu den Auswärtsspielen aufzubringen, was zur Folge hatte, dass der Verein vom offiziellen Spielbetrieb wieder zurückgezogen wurde. Damit die Aktivitäten aber nicht ganz zum Erliegen kamen, suchte der Verein in der darauffolgenden Zeit Mannschaften in der näheren Umgebung, um mit ihnen Freundschaftsspiele auszutragen.

Zum Erliegen kam der Spielbetrieb aber bereits einige Jahre später durch den Ausbruch des 1. Weltkrieges. Vereinzelt konnten während dieser Zeit aber noch Spiele ausgetragen werden, wenn genügend Vereinsmitglieder auf Heimaturlaub waren. Als der Krieg zu Ende war, bedauerten die Brander Borussen den Tod von 10 Mitgliedern. Trotz der schmerzlichen Verluste und der anderen schicksalsschweren Folgen, die durch die Kriegsjahre hervorgerufen waren, fanden sich bereits 1918 wieder einige Vereinsmitglieder, die mit viel Engagement und Opferbereitschaft das Vereinsleben wieder in Gang zu setzen versuchten. Ihr Einsatz hatte sich gelohnt, denn in verhältnismäßig kurzer Zeit bildeten sich im Verein wieder vier Mannschaften, die in der Nachkriegszeit bereits wieder 30 Spiele ausgetragen haben.

In jenen Jahren erweiterten die Verantwortlichen des Vereins auch die Vereinsbezeichnung mit dem Zusatz" Verein für Spiel und Sport", was bedeuten sollte, dass der Verein von nun an auch anderen Sportarten gegenüber offen war. Die Zahl der Mitglieder war schnell auf 67 angestiegen, die in den Nachkriegsjahren auf einem Sportplatz im Brander Wald, der von den Mitgliedern selbst in Eigenarbeit hergerichtet war, wieder ihren Sport ausübten. Aufgrund des stetig anwachsenden Interesses entschloss sich die Vereinsführung wieder dazu, in den Westdeutschen Spielverband einzutreten -eine Entscheidung, die sich auch positiv auf die Spielaktivitäten der Mitglieder ausgewirkte.

Ein vorläufiger Höhepunkt der Brander Vereinsgeschichte war im Jahre 1920 ein großes Sportfest, das von über 1000 Zuschauern besucht wurde. Diese Resonanz machte deutlich, dass der Sport und speziell auch der einst so verpönte Fußballsport inzwischen auch in der Öffentlichkeit Anerkennung gefunden hatte. Äußerlich veränderten die Borussen damals ihre Vereinsfarbe von schwarz - weiß in grün-weiß, eine Maßnahme, die sich scheinbar auch positiv auf die sportlichen Leistungen auswirkte. Denn die Spieler der 1.Herrenmannschaft schafften Anfang der 20iger Jahre über die C- und B-Klasse den Aufstieg in die A-Klasse. Nicht minder erfolgreich waren die Nachwuchsspieler des Vereins, die bereits seit 1920 in einer eigenen Abteilung zusammen- geschlossen waren, und aufgrund einer gezielten Förderung auch rasch mit einzelnen Meistertiteln aufwarten konnten. Mit 193 Mitglieder war der Verein zu dieser Zeit dergrößte Verein in Brand. 1926 wurde der neue Sportplatz an der Ellerstraße dem Spielbetrieb übergeben. Anlässlich dieser Eröffnung wurden erstmalig vier Spieler der Borussia für ihre Teilnahme an 150 Spielen für den Verein ausgezeichnet. Neben der Fußball-Abteilung und der immer noch bestehenden Wanderabteilung war inzwischen auch eine Leichtathletik Abteilung ins Leben gerufen worden, deren Aktive mit beacht- lichen Erfolgen auf sich aufmerksam machten. Interesse bestand im Verein zu jener Zeit auch bereits an der Einrichtung einer Handball-Abteilung, ein Vorhaben, dass sich damals aber noch nicht so richtig durchsetzen konnte.

Das gesellschaftliche und gesellige Leben des Vereins spielte sich im zweiten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts im Hotel Bongenberg ab, das als Vereinslokal bis 1947 seine Dienste versah.

Die 30iger Jahre standen nach der sportlichen Aufwärts-entwicklung zunächst einmal ganz im Zeichen des 25-jährigen Vereinsjubiläums, das 1933 im Rahmen einer Sportwoche würdig gefeiert wurde. Fußballspiele aller Mannschaften sowie Leichtathletikwettkämpfe kennzeichneten das sportliche Programm der Jubiläumsfestlichkeiten . Höhepunkt war jedoch am Festabend die Übergabe und Weihe der Vereinsfahne sowie die Ehrung der fünf Vereinsgründer Johann Liebreich, Peter Alt, Arnold Giesen, Wilhelm Geilen und Heinrich Schauer. Die Resonanz an diesen Vereinsfestlichkeiten war groß. Viele Vertreter aus anderen Vereinen der näheren Umgebung bekundeten durch ihre Teilnahme an diesem Jubiläumstag der Brander Borussia ihre Anerkennung gegenüber dem Geburtstagskind, das sich über eine mangelnde öffentliche Anerkennung nun nicht mehr beklagen brauchte.

In jener Zeit war Ernst Kelmes 2. Vorsitzender des Vereins, der viele Jahrzehnte hindurch Brander Vereinsgeschichte noch mit geschrieben hat. 1927 in die Borussia eingetreten, stellte er sich bereits mit 19 Jahren als Geschäftsführer dem Verein zur Verfügung, bevor er nach dreijähriger Tätigkeit als 2. Vorsitzender im Jahre 1936 zum 1. Vorsitzenden aufrückte, ein Amt, das er dann zunächst einmal bis zum Kriegsende innehatte.

Mit zum harten Kern der Borussia zählten damals aber auch schon Jean Korr und Josef Kind, der als "Mädchen für alles" in die Vereinsgeschichte mit eingegangen ist. Jean Korr übernahm damals das Amt des Geschäftsführers bei der Borussia, das im Alter von 80 Jahren nach 60-jährigerTätigkeit als Geschäftsführer an seinen Nachfolger abgab. Jean Korr wie auch Josef Kind, der als Jugendleiter, Obmann, Zeugwart oder Betreuer fungierte, gehörte in Brand bei der Borussia mit zu den ganz wenigen, die über Jahrzehnte hinweg ihr Engagement in den Dienst des Vereins gestellt haben und damit gewährleisteten, dass der Verein sich immer weiterentwickeln konnte.

Zurück in die 30iger Jahre, in denen sich 1937 die 1. Mannschaft den Aufstieg in die 1. Kreisklasse sicherte, eine Klasse, die der heutigen Bezirksklasse entsprach. Waren die Fußballer der Borussia seit eher sehr aktiv, so standen ihnen in den 30er Jahren die Mitglieder der anderen Abteilungen aber in nichts nach. Ins Leben gerufen wurde in jener Zeit auch endlich die Handball - Abteilung, ebenso eine Tisch- Tennis-Abteilung, deren Entwicklung in den darauffolgenden Jahren durch den Ausbruch des 2. Weltkrieges aber jäh wieder gestoppt wurde. Vor Kriegsausbruch verzeichneten die Leichtathleten der Borussia noch beachtliche Erfolge beim alljährlich stattfindenden" Vier-Vereins-Kampf" zwischen den Athleten der Brander Vereine, Germania, DJK, TV und Borussia.

In den darauffolgenden Kriegsjahren drohte zum zweiten Mal in der Geschichte der Brander Borussia, dass das mühsam Aufgebaute wieder zunichte gemacht würde. An einen geregelten Spielbetrieb war nicht mehr zu denken. Zwangsläufig konnte das Augenmerk der Vereinsführung nur der Jugendarbeit gelten. Spiele der Senioren fanden nur statt, wenn sich genügend Mitglieder zu einer Mannschaft zusammengefunden hatten. Häufig wurden die Mannschaften auch durch die in Brand stationierten Soldaten vervollständigt.

Kurz nach Kriegsende lebte trotz der Schwierigkeiten, mit denen sich jeder einzelne damals aus einander zusetzen hatte, die Vereinsarbeit bei der Borussia schnell wieder auf. Bevor die Fußballbegeisterung sich aber wieder aktiv auf dem grünen Rasen niederschlagen konnte, musste der durch die Kriegseinwirkungen stark in Mitleidenschaft gezogene Platz erst einmal wieder spielgerecht hergerichtet werden. Nach getaner Arbeit musste der Verein dann noch eine Trainingsgenehmigung der damaligen Militärregierung einholen, bevor endlich der erste Anstoß wieder erfolgen konnte.

In dieser Zeit stand mit Erich Kelmes ein Mann an der Spitze des Vereins, der maßgeblichen Anteil am Wiederaufbau der Borussia nach dem 2. Weltkrieg hatte. Dieser Erich Kelmes, der von 1934-1936 selbst als Torhüter aktiv bei der Borussia mitgespielt hatte, verstand es mit viel Organisationsgeschick und persönlichem Einsatz, das leck geschlagene Borussenschiff gleich nach dem Krieg wieder funktionsfähig zu machen.

In jener Zeit, in der, der Hunger für die meisten noch ein alltägliches Problem darstellte, machte sich Erich Kelmes, dank seiner beruflichen Möglichkeiten, auch einen Namen als" Vereinsversorger". Auf dem sportlichen Sektor war es somit nicht verwunderlich, dass die Vereinsmitglieder schnell wieder aktiv wurden.

Als im Jahre 1948 im Rahmen des 40-jährigen Vereinsjubiläums die Wiederherstellung des Sportplatzes durch eine offizielle Platzeinweihung gefeiert werden sollte, drohte durch die Umstellung auf die neue Geldwährung diese Veranstaltung nahezu zu platzen. Doch wie immer in kritischen Zeiten gelang es den Verantwortlichen der Borussia innerhalb von zwei Monaten, die Voraussetzungen für die Durchführung dieses Jubiläums zu erfüllen, so dass der Sportwoche vom 21. bis 28. August nichts mehr im Wege stand. Nach einem feierlichen Hochamt erfolgte der Festzug zum neuen Sportplatz, auf dem nach der Platzeinweihung auch ein Ehrenmal für die Verstorbenen enthüllt wurde.

In den Jahren des Wiederaufbaus nach dem Krieg erfolgte 1950 an der Vereinsspitze wieder ein Wechsel.

Für Erich Kelmes, der 2. Vorsitzender des Vereins wurde, übernahm für 3 Monate Dr. Berner die Führung der Borussia, bevor 1951 wieder Ernst Kelmes, der vor dem Krieg bereits Vorsitzender gewesen war, wieder das Amt des Vereinschefs übernahm. In dieser Funktion war Ernst Kelmes dann ununterbrochen 13 Jahre lang tätig, so dass er es auf eine insgesamt 22-jährige Amtszeit als Vorsitzender der Borussia brachte.

Zu Beginn seiner zweiten Amtszeit vollzog sich, was die sportlichen Aktivitäten und Erfolge betraf, innerhalb des Vereins ein leichter Wandel, denn in den 50er Jahren sorgten mehr die Handballer der Borussia für sportliche Furore. Der Aufschwung in dieser Abteilung war in jener Zeit maßgeblich Josef Offermann und Walter Knippert zu verdanken, unter deren Regie die Borussen 1955 auch in die Oberliga aufstiegen. Nicht verwunderlich war es somit auch, dass sich bereits 1954 im Verein Handball spielende Damen fanden, die diese Sportart auch wettkampfmäßig ausüben wollten. Die Belebung des Damenhandballs verdankte der Verein Richard Schander und Christel Comuth sowie Marianne Utecht, die zu dieser Zeit das Tor der 1. Damen Handballmannschaft hütete.

Ihr erstes Spieljahr bestritten die Borussen-Handballerinnen in der Saison 1957/58, in der sie gleich drei Kreismeistertitel gewinnen konnten, wodurch auch der Name der Borussia in Handballkreisen bekannt wurde. Bei den Spielen um die Mittelrheinmeisterschaften belegte die Borussenmannschaft

einen zweiten Platz, der ihnen die Teilnahme an den Westdeutschen Meisterschaften sicherte. Bei diesem Turnier mussten sich die Brander Handball-Damen aber der Spielstärke und der größeren Turniererfahrung ihrer Gegnerinnen beugen.

Etabliert hatte sich zu Beginn der 50er Jahre auch die Tisch-Tennis-Abteilung, die trotz mancher Rückschläge im Laufe der Jahre einen gut funktionierenden Spielbetrieb aufbauen konnten, nicht zuletzt aufgrund des Engagements von Klemens Reinartz, der für die Tischtennisspieler der Borussia immer die treibende Kraft war. Im Bereich des Fußballs lag das Hauptaugenmerk der Vereinsführung in den Anfängen der 50er Jahre auf der Intensivierung der Jugendarbeit, durch die, die Voraussetzung für einen Leistungsaufschwung in der Seniorenklasse eingeleitet werden sollte.

Bis zum Tag ihres 50jährigen Vereinsbestehens im Jahre 1958 hatten die Brander Borussen somit wieder in all ihren Abteilungen die Voraussetzungen für einen wohl funktionierenden Sportbetrieb gewährleistet. Dieses Ergebnis war für die Verantwortlichen des Vereins Anlass genug, das 50jährige Vereinsjubiläum in eindrucksvoller Weise zu feiern. Eröffnet wurden die Jubiläumsfeierlichkeiten mit einem festlichen Hochamt und einer Kranzniederlegung am Ehrenmal, bevor sich der Festzug zum Sportplatz in Bewegung setzte. An diesem Festzug nahmen alle Mannschaften der Abteilungen des Vereins in grün-weißer Spielkleidung teil. Vervollständigt wurde der Festzug durch die inaktiven Mitglieder, den Vertretern des Festausschusses sowie den Fahnenabordnungen der anderen Brander Vereine. Auf dem Sportplatz gedachten alle mit einer Kranzniederlegung am Vereinsgedenkstein der verstorbenen Mitglieder.

Im Rahmen eines Festabends konnten mit Wilhelm Geilen, Arnold Gießen und Heinrich Schauer noch drei der Gründungsmitglieder geehrt werden, denen für ihre 50jährige Vereinszugehörigkeit Dank und Anerkennung ausgesprochen wurde.

Den sportlichen Teil des Jubiläumsprogramm bildete wieder eine Sportwoche. die vom 31. Mai bis zum 8. Juni durchgeführt wurde.

Das 50jährige Vereinsjubiläum sollte im Rahmen einer Chronik auch Anlass sein, diejenigen im Verein entsprechend zu würdigen, die ehrenamtlich, mit viel persönlichem Einsatz und Engagement immer mit dazu beigetragen haben, dass der Verein in seiner Entwicklung nie einen Stillstand erfahren musste. Dass sich der Verein weiterentwickeln konnte, bedeutete für jedes einzelne Mitglied immer wieder aufs neue die Möglichkeit, durch den Sport bei der Borussia vielfältige Entfaltungsmöglichkeiten erfahren zu können, darüber hinaus stellte die Arbeit all der ehrenamtlich tätigen Vereinsmitglieder auch einen wichtigen Beitrag für das gesellschaftliche Gemeinwohl dar, da im Sport wie in kaum einem anderen Bereich Leistungen für ein freiheitliches Gemeinwesen freigesetzt werden, die eine notwendige Voraussetzung für eine gut funktionierende Gesellschaftsform darstellen. Diese Bedeutung kommt auch im Stellenwert, den der Sport im Verein im Laufe seiner Geschichte in der Öffentlichkeit erfahren hat, zum Ausdruck. Für die Öffentlichkeit, für deren offiziellen Vertreter in den Gemeinden und Kommunen, war der Sport längst schon zu einem Partner geworden, deren beider Aufgaben darin bestand, sich in der Verantwortung um das Gemeinwohl ihrer Mitglieder bzw. Mitbürger einander zu ergänzen. Angewiesen waren beide aufeinander, wobei die Gemeinden und Kommunen für die Vereine auch in finanzieller Hinsicht zu einem Partner wurden, ohne den in Zukunft vieles nicht machbar gewesen wäre.

Die Zukunft der Borussia, sprich die 60er Jahre, brachte dann wieder einige Veränderungen. Das Jahr 1964 läutete die Ära Erich Kelmes ein. Ernst Kelmes trat von seinem Posten zurück und wurde in der gleichen Versammlung einstimmig zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Erich Kelmes, schon 38 Jahre aktiv bei der Borussia, übernahm den Vorsitz.

Erich Kelmes war maßgeblich am Leistungsstand des Borussia Fußball beteiligt. Die Weichenstellung in Richtung Leistungssport und das dazugehörige Engagement sind mit seinem Namen auf das Engste verbunden.

Auch sein persönlicher Einsatz über die eigentlichen Belange der Borussia hinaus, durch seinen Einsatz als Schiedsrichter bis hin zur damaligen Oberliga (ca. 800 Spiele), 33 Jahre Mitglied der Bezirksspruchkammer Mittelrhein, Staffelleiter, Schieds- richterlehrwart, Schiedsrichterobmann, hier wurde er vom Ehrenvorsitzenden des Kreisfußballausschusses Aachen, Alwin Fähnrich, abgelöst, brachten der Borussia Ansehen weit über den Kreis hinaus.

Erich Kelmes, seine Energie, aber auch seine Dickköpfigkeit, erfüllte manche Vorstandssitzungen mit Spannung und hitzigen Debatten. Nichts desto trotz, es gelang ihm auch immer wieder im Auf und Ab der Zeit, einsatzfreudige Leute in den Vorstand zu berufen, die mit ihm das Schiff Borussia zu steuern verstanden.

Zurück zu den sportlichen Aktivitäten der Brander Borussia, bei der sich zu Beginn der 60er Jahre in der Fußball-Abteilung die ersten Früchte der systematisch angelegten Jugendarbeit hier vor allem durch den damaligen Jugendleiter Franz Königs zeigten. Viele der aus der Brander Jugend hervorgegangenen Spieler wurden in dieser Zeit in Auswahlmannschaften berufen, einige sogar zu Länderspielen eingeladen. Mit ihren Leistungen zogen sie auch zwangsläufig das Interesse anderer Vereine des bezahlten Fußballs auf sich. Aufgrund der lukrativen Angebote und der besseren sportlichen Perspektiven verließen viele Spieler damals den Verein, um ihre fußballerischen Qualitäten bei Mannschaften in höher eingestuften Spielklassen unter beweis zu stellen. Der Verein zeigte Verständnis für diese Spieler, denen man keine Steine in die sportliche Karriere legen wollte, da man bei der Borussia die Spieler auch immer noch als Menschen sah, denen man die Chance ihrer optimalen Entfaltungsmöglichkeiten zugestand.

Einer von denen, die den Verein verließen, und der den ganz großen Durchbruch schaffte, war Herbert Wimmer, der zur Namensvetterin nach Mönchengladbach gewechselt war und dort mit zu den erfolgreichsten Spielern avancierte, die ein Jahrzehnt lang in Deutschland Fußballgeschichte mitgeschrieben haben als Stammspieler der National- mannschaft, als mehrfacher Deutscher Meister und als Europa- und Weltmeister. Nach Abschluss seiner aktiven Laufbahn bei der Gladbacher Borussia ist Herbert Wimmer wieder nach Brand zurückgekehrt, wodurch er sicherlich mehr als seine Verbundenheit zu dem Verein zum Ausdruck brachte, bei dem er als kleiner Steppke die ersten Kickerversuche gemacht hatte.

Die vielen guten Spieler, die in den 60er Jahren aus der Borussenjugend hervorgegangen sind, stellen auch unter Beweis, dass der Jugendarbeit bei der Borussia , immer ein wichtiger Stellenwert zuerkannt worden ist. Ergaben sich aus der intensiven Trainingsarbeit zwangsläufig leistungsstarke Spieler, so verkannte man seitens der Vereinsführung aber auch nie die Bedeutung der erzieherischen Funktion, die in einem Sportverein wirksam wird. Die Betreuung der Spieler, die Kontaktpflege im zwischenmenschlichen Bereich gehörte deshalb ebenso zu den vorrangigen Aufgabenstellungen der Brander Borussia, deren Leitbild somit nicht nur am einseitigen leistungssportlichen Streben ausgerichtet war.

Primäre leistungssportliche Ambitionen wurden zu Beginn der 60er Jahre der 1. Herrenmannschaft im Fußball zugestanden, die den Aufstieg in die Landesliga geschafft hatte. Es war in jenen Jahren der Beginn einer Zeit, in der die Verantwort- lichen bei der Borussia einem allgemeinen vorherrschenden Trend im Bereich des Leistungssport Rechnung trugen, dessen Maxime der Erfolg darstellte. Nicht alle konnten sich damals mit den veränderten Bedingungen identifizieren, die auch Ausdruck eines Zeitgeistes waren, der zu jener Zeit nicht nur im Bereich des Sports in vielerlei Hinsicht grundlegende Veränderungen hervorgerufen hat.

Die Erfolge der 1. Herrenmannschaft bestätigten aber im nachhinein diejenigen, die diese Entscheidung bei der Borussia in Brand mit durchgesetzt und konsequenterweise dann auch weiterverfolgt hatten. Durch den Umbau des Sportplatzes in einen Rasenplatz wurde 1965/66 auch äußerlich den Anforderungen Rechnung getragen, damit der Spielbetrieb ordnungsgemäß und auch der Spielklasse angemessen durchgeführt werden konnte. Den Verein stellte der Umbau damals vor einige Probleme, denn, um den Spielbetrieb weiterführen zu können, mußte der Ausweichplatz auf der damaligen Radrennbahn Krummerück zunächst einmal spielgerecht hergerichtet werden, eine Maßnahme, die mit zusätzlichen Kosten und Arbeit verbunden war. Dank der tatkräftigen Mitarbeit der Vereinsmitglieder konnte aber auch diese kritische Phase überwunden werden. Die Sportler rechtfertigten auf dem Fußballplatz dann auch die Initiativen der Vereinsführung, denn in den darauffolgenden Jahren zählte die Brander Borussia nach dem Aufstieg in die Verbandsliga stets zu den besten Teams dieser obersten Amateurliga.

Mit ihren Leistungen trugen die Fußballer der Borussia auch Wesentliches mit dazu bei, dass der Name der Borussia noch mehr über die Grenzen der näheren Umgebung hinaus bekannt wurde. In dieser Zeit war der Verein aber auch auf die großzügige Unterstützung vieler Freunde und Gönner angewiesen, die mit ihrer Unterstützung erst gewährleisteten, dass bei der Borussia leistungssportliche Ambitionen in dieser Weise verwirklicht werden konnten. Mit Vereinsmitteln alleine wäre der sportliche Aufschwung sicherlich nicht möglich gewesen, eine Tatsache, die auch innerhalb der Verantwort- lichen im Vorstand stets neu diskutiert wurde, da es im Verein nicht nur Fürsprecher dieser für den Fußballsport mehr am Leistungssport ausgerichteten Vereinspolitik gab.

Eine wichtige Entscheidung war in diesem Zusammenhang im Jahre 1980/81 die Verselbständigung der einzelnen Abteilungen innerhalb des Vereins, die auch eine spürbare Beruhigung und Versachlichung der Vorstandsarbeit zur Folge hatte. Rückblickend bedeutete die Umstrukturierung des Vereins nicht nur für den langjährigen Schatzmeister des Vereins, Mathias Gasper, eine wesentliche Erleichterung seiner nicht einfachen Aufgaben, sondern darüber hinaus, eine Konsolidierung aller Vereinsaktivitäten, die auch dadurch für die 80er Jahre richtungsweisende Perspektiven erfahren hatten.

Auch äußerlich vollzog sich in diesen Jahren eine Änderung, denn als der Verein bei der Stadt Aachen den Bau eines neuen Platzwarthauses beantragte, wurde dieser Antrag sogleich in die Bauplanung miteinbezogen. 1980 erfolgte hierfür der erste Spatenstich, bevor ein Jahr später auf dem Gelände des alten Platzwarthauses ein neues Gebäude eingeweiht wurde, in dem neben der Platzwartwohnung auch noch moderne Umkleidemöglichkeiten und sanitäre Anlagen sowie ein Tagungsraum untergebracht sind.

Bereits bei der Realisierung dieser Baumaßnahme erwies sich die Zusammenarbeit zwischen dem Verein und den Verantwortlichen der Stadt Aachen als recht zufriedenstellend. Gut harmonierten die Verantwortlichen der Borussia auch bereits vor der Eingemeindung der Gemeinde Brand im Jahre 1972 mit den damaligen Gemeindevertretern, die stets ein offenes Ohr für die Belange der Borussia hatten. Sah man dann der Eingemeindung von seitens des Vereins zunächst ein wenig mit gemischten Gefühlen entgegen, da man nicht wußte, ob auch mit den Vertretern der Stadt Aachen auf dem Sportsektor so gut zusammengearbeitet werden kann. Die Befürchtungen waren aber grundlos, denn schnell stellte sich heraus, dass auch die Stadt Aachen den Bedürfnissen der Brander Sportvereine in hinreichendem Maße Rechnung trug.

Zum 75jährigen Jubiläum konnte man feststellen, dass alle Voraussetzungen erfüllt waren, die Aufgaben für die Zukunft zu meistern und die Entwicklung des Vereins weiter voranzutreiben.

Die Entwicklungsphase des Vereins zeichnete sich schon im Mai 1984 ab, als einige Vereinsmitglieder, die sich schon mehrmals zwanglos zum Wandern getroffen hatten, eine Wanderabteilung innerhalb der Borussia gründeten. Nach Zustimmung des Vorstandes und der Mitglieder wurde diese neue Abteilung zum 01.Januar 1985 als Wanderfreunde der Borussia zugelassen.

Aus gesundheitlichen Gründen stellte sich der Vorsitzende Erich Kelmes, der den Verein insgesamt 26 Jahre als Vorsitzender geführt hat, bei der Mitgliederversammlung im Jahre 1988 nicht mehr zur Wahl, an seiner Stelle wurde Hans Fiedrich durch die Mitglieder als 1. Vorsitzender gewählt.

Der Vorsitz des Vereins wechselte zwischenzeitlich von Hans Fiedrich zu Heinz Errens der im Rahmen des 90jährigen Jubiläums dem Verein eine neue Fahne präsentierte. Heinz Errens schied im April 2002 aus dem Vorstand aus und übergab das Zepter an den langjährigen Hauptkassierer Helmut Schönell.

Sportlich ging es mit der Borussia bergauf.

Die angestrebte Rückkehr in die Oberliga schaffte die erste Tischtennismannschaft im Jahre 1989.

Dies sollte allerdings nur der Anfang eines nicht vorhersehbaren steilen Aufstiegs der Abteilung sein , der uns letztlich in die höchste deutsche Spielklasse ( 1. Bundesliga ) führte. Da man keine konkurrenzfähige Mannschaft aufbieten konnte und die nötigen finanziellen Mittel ebenfalls nicht vorhanden waren, war die Ära Bundesliga bereits im Jahre 1997 beendet.

Auf sportlichem Sektor bedeutete das, dass die erste Mannschaft vom Spielbetrieb zurückgezogen werden musste und somit die Zweite zur Ersten wurde. Glücklicherweise schaffte die damalige Zweite noch in der Spielzeit 96/97 den Aufstieg in die Landesliga, so dass der Neubeginn mit einer Mannschaft in die Landesliga starten konnte.

Erfreulicherweise konnte dann schon im Jahre 1999 der Aufstieg der ersten Mannschaft in die Verbandsliga gefeiert werden. Dieser Klasse gehört unsere Erste seither in ununterbrochener Reihenfolge an und ist somit weiterhin die Mannschaft des Kreises Aachen mit der höchsten Klassenzugehörigkeit.

Erfolge konnten die Handballherren sowie die Handballdamen ebenfalls vermelden. In der Spielzeit 1992/93 stieg die erste Damen- und die erste Herrenmannschaft in die Landesliga auf. Die Herren konnten den weiteren Sprung in die Verbandsliga schaffen, die Damen stiegen 1995 in die Oberliga auf. Ein Rückzug in die Landesliga , Aufstieg in die Verbandsliga, und aufgrund des Weggangs einiger Spielerinnen folgte 2006 der Rückzug der Mannschaft bis zur Kreisliga.

Die erste Fußballmannschaft konnte sich weiterhin in Verbandsliga behaupten und spielte insgesamt 26 Jahre hintereinander in der Verbandsliga Mittelrhein, bevor in der Spielzeit 2004/2005 der Abstieg in die Landesliga folgte. Bereits mit Ende der Spielzeit 2007 / 2008 musste – ausgerechnet im Jubiläumsjahr - ein weiterer Abstieghingenommen werden , so dass ab der kommenden Spielzeit die erste Fußballmannschaft in der Bezirksliga vertreten ist.

Fasst man die letzten Entwicklungsphasen der heutigen 100-jährigen Borussia zusammen, dann kann man getrost dem derzeitigen Vorstand zugestehen, dass alle Voraussetzungen erfüllt wurden, die erforderlich sind, damit auch die für die Zukunft anstehenden Aufgaben gemeistert werden können. In allen Abteilungen sind die Grundlagen für einen weiteren erfolgreichen Sportbetrieb gewährleistet.

Dass das Vereinsschiff Borussia aber in Zukunft sicherlich auch noch die eine oder andere Klippe überwinden muss, darüber sind sich die Verantwortlichen des Vereins im Klaren. So wird der Verein in den nächsten Jahren, will er den Abteilungen weiterhin die Bedeutung zukommen lassen wie bisher, sicherlich noch mehr auf die Unterstützung von Freunden und Gönnern angewiesen sein, die ihren Teil dann auch dazu beitragen, dass der Verein weiterhin das Ansehen genießt, das auch für das allgemeine Vereinswohl der Borussia in der Zukunft von unersetzlichem Wert ist.

Hierzu gehört aber auch, unsere Jugend ganz besonders zu fördern, denn sie sind die Zukunft unserer Borussia!